Eine neue Studie zeigt, wie sich eine stark pflanzenbasierte, unverarbeitete Ernährung positiv auf die Gesundheit auswirken kann – und das schon nach wenigen Wochen. Im Mittelpunkt steht dabei die sogenannte Restore-Diät, die sich an der traditionellen Ernährung von Menschen in abgelegenen Regionen, z. B. in Papua-Neuguinea, orientiert.
Die Untersuchung wurde an der Universität Hohenheim durchgeführt. Daran nahmen 30 gesunde Erwachsene zwischen 18 und 45 Jahren teil. Sie hielten sich für drei Wochen strikt an die Restore-Diät, um herauszufinden, welche Effekte diese Ernährungsweise auf den Körper hat.
Bereits nach dieser kurzen Zeitspanne zeigte sich:
- Das Gewicht sank im Schnitt um 1,4 %, obwohl Kalorien nicht bewusst reduziert wurden.
- Das Gesamtcholesterin sank um rund 14 %, das „schlechte“ LDL-Cholesterin sogar um knapp 17 %.
- Der Nüchternblutzucker verringerte sich um 6 %.
- Der Entzündungsmarker CRP (C-reaktives Protein) sank um 14 % – ein Zeichen für eine weniger entzündungsfördernde Stoffwechsellage.
- Die Insulinsensitivität verbesserte sich, während die Insulinresistenz abnahm.
Zudem wurden positive Veränderungen im Darmmikrobiom festgestellt: Die Zahl gesundheitsförderlicher Bakterien, wie Bifidobakterien, nahm zu, während potenziell entzündungsfördernde Bakterien abnahmen.
Die Restore-Diät ist nahezu vollständig pflanzenbasiert, verzichtet vollständig auf hochverarbeitete Lebensmittel und konzentriert sich auf naturbelassene, ballaststoffreiche Nahrungsmittel.
Erlaubt sind:
- Gemüse, Obst
- Hülsenfrüchte (z. B. Linsen, Bohnen)
- Vollwertige pflanzliche Lebensmittel (z. B. Quinoa, Hirse)
- Nüsse, Samen
- In kleinen Mengen: Huhn, Fisch (z. B. Lachs), Eier
Verzichtet wird auf:
- Industriell verarbeitete Produkte (z. B. Tiefkühlpizza, Chips)
- Zucker und Süßigkeiten
- Glutenhaltige Getreide wie Weizen
- Milch und Milchprodukte
- Alkohol, Softdrinks
- Frittierte Speisen
Die Diät wurde entwickelt auf der Erkenntnis, dass viele Zivilisationskrankheiten mit einer gestörten Darmflora und chronischen Entzündungen zusammenhängen, welche durch die übliche westliche Ernährung mitverursacht werden. Es konnte gezeigt werden, dass Werte für Cholesterin, Blutzucker und Entzündungen innerhalb kurzer Zeit mit dieser Art von Ernährung gesenkt werden können.
